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Der
Bundesverband Deutsche Schmerzhilfe
e.V. Hamburg (DSH)
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ein kostenloser, werbender Service für Ärzte
und Patienten von
sanofi-aventis
Der
Bundesverband Deutsche Schmerzhilfe e.V. Hamburg
(DSH)
Zahlreiche Menschen in Deutschland leiden
an chronischen Schmerzen unterschiedlicher
Ursache. Der Bundesverband Deutsche Schmerzhilfe
e.V. setzt sich für diese Patienten ein
und fordert, ständige Schmerzen ebenso
als chronische Krankheit anzuerkennen wie
Diabetes oder Rheuma.
Hilfe für Schmerzpatienten
Zwischen fünf und acht Millionen Menschen
in der Bundesrepublik, so lauten die Schätzungen,
leiden an Schmerzen infolge unterschiedlicher
Erkrankungen. Den meisten von ihnen kann durch
physikalische oder medikamentöse Therapie
geholfen werden. Aber bei über einer
Millionen dieser Patienten greifen die herkömmlichen,
monokausalen Behandlungsstrategien nicht.
Um diesen Patienten zu helfen, wurde 1978
der Bundesverband Deutsche
Schmerzhilfe e. V. in Hamburg
gegründet.
Zu
diesem Zeitpunkt wurde das Krankheitssymptom
Schmerz nur selten isoliert betrachtet.
Denn bei den meisten Therapiestrategien stand
vor allem das ursächliche Krankheitsbild
im Vordergrund. Für Patienten, die trotz
zahlreicher Behandlungen keine Linderung ihrer
Schmerzen erreichen konnten, gab es kaum geeignete
Therapieeinrichtungen.
Erste
Erfahrungen im Bereich der Schmerztherapie
hatten zu Beginn der siebziger Jahre aber
einige Ärzte aus den USA beziehungsweise
Skandinavien mitgebracht. Bereits seit längerem
bestehen dort Einrichtungen, in denen Patienten
mit chronischen Schmerzen behandelt werden.
Flächendeckende
Versorgung
Unsere Gründungsintention war klar
definiert, erinnert sich Rüdiger
Fabian, Präsident des Bundeverbandes
Schmerzhilfe. Wir wollten eine flächendeckende
Versorgung der Schmerzpatienten im Rahmen
des kassenärztlichen Systems erreichen.
Seit
ihrem Gründungsjahr verschickt der Bundesverband
einen speziellen Fragebogen für
Schmerzpatienten, der Angaben über
die individuelle Situation der Betroffenen
liefern und darüber hinaus den Bedarf
an qualifizierten Behandlungseinrichtungen
dokumentieren soll. Über 74.000 dieser
Bögen wurden mittlerweile in Hamburg
ausgewertet. Bereits die stichprobenartige
Auswertung der Antworten liefert uns wichtige
sozio-demographische Daten über die Gruppe
der Schmerzpatienten, erklärt Rüdiger
Fabian.
Unter
anderem wurde bestätigt, daß längst
nicht alle Betroffenen zur Behandlung ihrer
Schmerzproblematik besondere Einrichtungen
wie Schwerpunktpraxen, Schmerzambulanzen oder
gar Schmerzkliniken benötigen. Rund
achtzig Prozent der Betroffenen können
durchaus im Rahmen der traditionellen fachärztlichen
beziehungsweise hausärztlichen Versorgung
zufriedenstellend behandelt werden,
berichtet Rüdiger Fabian. So verfügten
beispielsweise Neurologen über alle erforderlichen
Instrumentarien, um die zirka drei Millionen
Patienten, die an chronischen Kopfschmerzen
leiden, qualifiziert zu diagnostizieren und
befriedigend zu therapieren. Gleiches gilt
für die Vielzahl anderer Indikationen,
die kausal in das Gebiet der Orthopädie
oder der Inneren Medizin fallen.
Erfolgreicher
Einsatz
Doch immerhin rund zwanzig Prozent der Schmerzpatienten,
das sind mehr eine Million Menschen, benötigen
eine qualifizierte, spezielle Schmerztherapie,
da die monodisziplinären Behandlungsansätze
der jeweiligen Fachbereiche hier versagen.
Diese Patientengruppe setzt sich folgendermaßen
zusammen:
30
Prozent sind austherapierte Rückenschmerz-Patienten.
20 Prozent leiden an chronischen Schmerzen
aufgrund einer Erkrankung des rheumatischen
Formenkreises.
20 Prozent leiden an therapieresistenten chronischen
Schmerzen aufgrund einer Erkrankung des Nervensystems.
10 Prozent sind terminale oder stabile Krebspatienten,
bei einer jährlichen Neuerkrankungsrate
von rund 350.000.
10 Prozent leiden an schmerzhaften Unfallfolgen
unterschiedlichster Art.
10 Prozent leiden an Schmerzbildern viszeraler
Genese.
Für diese Betroffenengruppe hat die Schmerzhilfe
zusammen mit anderen spezialisierten Behandlungseinrichtungen
erkämpft und erstritten. Mit Erfolg.
Rüdiger Fabian: In den letzten
zehn Jahren konnten einige wesentliche Verbesserungen
für chronische Schmerzpatienten durchgesetzt
werden. So ist zum Beispiel in Hamburg seit
1990 das Thema Schmerz Lehr- und Prüfungsfach
an der medizinischen Fakultät.
Andere Bundesländer seien mittlerweile
gefolgt.
Zusätzlich regeln seit 1995 Sonderverträge
zwischen Kassenärztlicher Bundesvereinigung
und den Spitzenverbänden der Ersatzkassen
Qualifikation, Umfang und Organisation schmerztherapeutischer
Schwerpunktpraxen. 1997 hat der Bundes-Ärztetag
die Einführung einer Zusatzbezeichnung
spezielle Schmerztherapie beschlossen,
die allen klinischen Fächern der Medizin
offensteht.
Die
Anzahl geeigneter Behandlungsplätze reicht
noch nicht aus
Trotz dieser unbestreitbaren Erfolge, ist
Rüdiger Fabian aber noch lange nicht
zufrieden. Denn es fehlt nach wie vor an geeigneten
Behandlungsplätzen. Rechnet man
die Hamburger Zahlen auf das Bundesgebiet
hoch, dann haben wir im gesamten Bundesgebiet
lediglich 320 spezialisierte Einrichtungen,
die Behandlungsmöglichkeiten für
rund 80.000 Patienten bieten.
Hier
klaffe eine eklatante Versorgungslücke,
die sich für die Patienten auch in Wartezeiten
von bis zu einem Jahr niederschlage. Zudem
verteilen sich die meisten Behandlungszentren
auf die Ballungsräume. In den strukturschwachen
Gebieten wie Niederbayern müßten
sich aber zwei Millionen Menschen zwei universitäre
Einrichtungen teilen, was für über
sechzig Prozent der Betroffenen in dieser
Region Fahrstrecken von mehr als 180 Kilometern
bedeute.
Diese
Mißverhältnisse sind schon lange
bekannt, erläutert Rüdiger
Fabian. Wir trösten uns aber damit,
daß die Schmerztherapie noch eine verhältnismäßig
junge Disziplin ist, die ihre besten Jahre
noch vor sich hat.
Immerhin
habe die Anzahl qualifizierter Einrichtungen
von 1971 bis heute kontinuierlich von seinerzeit
20 auf die bereits erwähnten 320 Praxen
zugenommen. M. R./SMP
Überblick
Die Deutsche Schmerzhilfe e.V. (DSH) ist ein
anerkannt gemeinnnütziger Verein. Er
wurde im April 1978 in Hamburg gegründet.
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Kontakt
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Literatur
Die folgenden Tonkassetten sowie die Informationsbroschüre
kann direkt beim DSH, Sietwende 20, 21720
Grünendeich, bestellt werden: Mehr
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