
ein kostenloser, werbender Service für Ärzte
und Patienten von
sanofi-aventis
Berliner
Angstzentrum - Informationen und Unterstützung
für Betroffene und Angehörige
Angststörungen zählen neben Depressionen
zu den häufigsten psychischen Erkrankungen
in Deutschland. Nach Schätzungen sind
etwa zehn Prozent der Bevölkerung davon
betroffen.
"Es kann aber angenommen werden, dass
der tatsächliche Behandlungsbedarf bei
Angsterkrankungen noch höher ist",
sagt Brigitte Hartmann. Die Diplom-Psychologin
gründete 1988 zusammen mit ihrer Kollegin
Andrea Kropf und Betroffenen den Agoraphobie
e. V. / Berliner Angstzentrum. Das Ziel des
gemeinnützigen Vereins ist es, die Aufklärung
über Angststörungen zu verbessern
und Betroffene und Angehörige zu unterstützen.
Er wird vom Berliner Senat finanziell unterstützt.
Angststörungen
führen zu einer erheblichen Einschränkung
in der Lebensführung. Die Erkrankten
vermeiden die angstauslösenden Situationen,
im Extremfall ziehen sie sich völlig
in ihre Wohnungen zurück. Je nach Ausprägung
werden die Betroffenen abhängig von der
Unterstützung durch Partner, Familie
oder Freunde. Auch massive Formen von Angsterkrankungen
bleiben deshalb - und weil sie sozial unauffällig
verlaufen - oft über viele Jahre unerkannt.
"Im Durchschnitt beginnt eine psychotherapeutische
Behandlung erst acht Jahre nach Beginn der
Erkrankung", sagt Andrea Kropf. Je länger
eine Angsterkrankung aber unbehandelt bleibt,
umso größer ist die Gefahr einer
Chronifizierung.
Oft
verläuft die Angststörung phasenhaft:
In symptomfreien Zeiträumen können
die Betroffenen ihr alltägliches Leben
ohne Einschränkungen bewältigen,
dann werden sie plötzlich wieder von
starken Ängsten eingeholt. Das Bewusstsein,
dass die Angstsymptome plötzlich - auch
bei früher selbstverständlichen
Aktivitäten - auftauchen können,
führt zu einer starken Verunsicherung,
zum Zusammenbruch der bisherigen Lebensführung
und -planung. Die Betroffenen fühlen
sich ihren Ängsten meist hilflos ausgeliefert,
verlieren das Vertrauen in sich und stehen
- durch die ständige Konfrontation mit
ihren Ängsten und ihrer Beschäftigung
damit - unter hoher Anspannung.
Zusätzlich
belasten sich die Patienten meist noch selber.
Eine ausgeprägte Neigung zum Perfektionismus
mündet bei ihnen häufig in Selbstabwertung
und Versagensängste. Akzeptanz und Anerkennung
suchen sie meistens bei anderen, ihre eigenen
Bedürfnisse nehmen sie kaum wahr und
teilen diese kaum mit. Die Schwierigkeit,
sich selbst gegenüber anderen abzugrenzen,
erschwert die Wahrnehmung der eigenen Gefühle
und Bedürfnisse noch zusätzlich.
Das
Bewusstsein über die Häufigkeit
und die Symptomatik der Erkrankung nimmt -
sowohl in der Bevölkerung als auch bei
Ärzten - erst in den letzten Jahren zu.
"Inzwischen ist für Betroffene der
Schritt in die Öffentlichkeit viel leichter
geworden. Gerade Männer mit Angsterkrankungen
scheinen sich immer häufiger Hilfe zu
holen", sagt Brigitte Hartmann. Die Angststörungen
sind bei Männern und Frauen unterschiedlich
ausgeprägt. "Bei Männern sind
Panikattacken und soziale Phobien am häufigsten",
sagt Brigitte Hartmann.
Im
Berliner Angstzentrum Agoraphobie e. V. bietet
sie, zusammen mit ihren Kollegen Diplom-Psychologin
Andrea Kropf und Diplom-Soziologe Hans-Martin
Hartmann, Betroffenen, Angehörigen und
Mitarbeitern medizinischer und psychosozialer
Berufe verschiedene Hilfestellungen an:
Telefonische und persönliche Beratung
Betroffene können sich sowohl persönlich
als auch telefonisch zu Fragen des Krankheitsbildes,
der therapeutischen Behandlung und Möglichkeiten
der Selbsthilfe informieren.
Spezifische und dem Einzelfall angemessene
Diagnostik
Regelmäßige offene Sprechstunden
auch in akuten Krisensituationen
Offene Selbsthilfegruppe unter therapeutischer
Anleitung zum Austausch mit anderen Betroffenen
Aufbau und psychologische Begleitung von Selbsthilfegruppen
nicht nur für Betroffene, sondern auch
für Angehörige, Familien und Bezugspersonen
Informationen, Weiterbildung und Supervisionen
für Mitarbeiter in medizinischen und
psychosozialen Berufen
Informationen über stationäre Behandlungen
und Adressen von Kliniken
Psychotherapeutische Einzel- und Gruppenbehandlung
Konkrete Beratung zu den Möglichkeiten
und Rechten im Zusammenhang mit der Erkrankung,
beispielsweise zur Beantragung der Erwerbsunfähigkeitsrente
Weitere Infos zum Angebot des Berliner Angstzentrums
Agoraphobie e. V. finden Sie
hier.
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