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Deutsche
Alzheimer Gesellschaft
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von
sanofi-aventis
Deutsche
Alzheimer Gesellschaft: Hilfe bei einer schweren
Aufgabe
In Deutschland leben weit über eine Million
Demenzkranke. Die meisten von ihnen leiden
an der Alzheimerschen Krankheit. Dies bedeutet
vor allem für die betreuenden Angehörigen
eine große Belastung. Die Deutsche Alzheimer
Gesellschaft und zahlreiche regionale und
lokale Initiativen versuchen, den Kranken,
Angehörigen und Ärzten Hilfestellungen
zu geben.
Rund 1,2 Millionen Menschen leiden in der
Bundesrepublik zur Zeit an einer unaufhaltsam
fortschreitenden Hirnleistungsschwäche,
deren häufigste Ursache die Alzheimersche
Krankheit ist. Diese macht es für den
Betroffenen schwer, neue Erfahrungen aufzunehmen,
Erinnerungen abzurufen, sich räumlich
oder zeitlich zu orientieren oder sich in
der eigenen Umgebung selbständig zurechtzufinden.
Die
Alzheimersche Krankheit tritt besonders oft
in vorgerücktem Alter auf, kann aber
auch schon Menschen in der Mitte der Lebensjahre
treffen. Bislang gibt es noch keine ursächlich
wirksame medizinische Behandlung. Es stehen
jedoch mittlerweile eine Reihe von Arzneimitteln
zur Beeinflussung der Symptome zur Verfügung.
Diese sollten den Betroffenen nicht vorenthalten
werden.
Die
Menschen, die von der Alzheimerschen Krankheit
oder ähnlichen Hirnleistungsschwächen
betroffen sind, können schon bald nach
Eintreten der Symptome von der Hilfe anderer
abhängig werden. Doch geeignete und ambulante
Pflegeeinrichtungen sind noch unzureichend
entwickelt. Etwa 80 Prozent aller Betroffenen
sind daher ausschließlich auf Pflege
durch ihre Angehörigen angewiesen
und das rund um die Uhr.
Um
Menschen, die von der Alzheimerschen Krankheit
betroffen sind, vor allem aber auch deren
Angehörige und Betreuer bei ihrer schweren
Aufgabe zu unterstützen, haben sich deutschlandweit
zahlreiche Selbsthilfegruppen, örtliche
und regionale Alzheimer Gesellschaften gegründet.
Der Bundesverband dieser Initiativen ist die
Deutsche
Alzheimer Gesellschaft e.V.
. Sie hat seit kurzem ihren Sitz in Berlin.
Die
Arbeit der einzelnen Initiativen wirkt in
unterschiedliche Richtungen. Während
sich der Bundesverband dafür einsetzt,
das Verständnis in der Bevölkerung
für die Alzheimersche Krankheit zu fördern
sowie gesundheitspolitische Initiativen anzuregen,
versuchen die einzelnen Gruppen vor Ort ganz
konkret, die Bedingungen für die Demenzkranken
sowie deren Angehörigen zu verbessern.
Denn wie kaum eine andere Krankheit zieht
Alzheimer einschneidende Änderungen des
persönlichen Umfelds für die Betreuer
meist Familienangehörige
der Patienten nach sich. Mit fortschreitender
Krankheit steigt der Pflegeaufwand. Der eigene
Lebensalltag muß umorganisiert und den
Bedürfnissen des Erkrankten angepaßt
werden. Die häufige Folge: soziale Isolierung
der Betreuer, dazu kommen Schmerz und Trauer
über die einschneidenden Persönlichkeitsveränderungen
des Alzheimer-Patienten.
Viele
Selbsthilfegruppen versuchen deshalb, für
die Angehörigen Entlastung zu schaffen.
Erst vor kurzem wurde beispielsweise in Berlin
eine Pflegeeinrichtung geschaffen, in der
einige Übernachtungsplätze für
Alzheimer-Kranke zur Verfügung stehen.
Die Alzheimer Gesellschaft Baden-Württemberg
konnte mit Sponsorengeldern ein eigenes Transportfahrzeug
mit einer Rampe für Rollstuhlfahrer erwerben.
Und die Angehörigenberatung in Nürnberg
publizierte eine Broschüre, die Angehörigen
von Demenzkranken mögliche Entlastungsangebote
auflistet.
Es
ist großartig, daß bereits an
so vielen Orten Selbsthilfe-Initiativen entstanden
sind, um den pflegenden Angehörigen bei
ihrer schweren Aufgabe beizustehen,
freute sich Dr. Jens Bruder, Vorsitzender
der Deutschen Alzheimer Gesellschaft während
des Deutschen Alzheimer Kongresses, der 1997
in Stuttgart zum erstem Mal stattfand. Dort
stellten zahlreiche Gruppen und Organisationen,
die um die Versorgung von Alzheimer-Kranken
und deren Angehörigen bemüht sind,
die unterschiedlichsten Initiativen und Projekte
dar. Bruder: Die Deutsche Alzheimer
Gesellschaft ist nach meiner Überzeugung
ein Instrument, das die vielen wertvollen
Ideen und Modelle zusammentragen und verwirklichen
kann, so daß sie möglichst vielen
Patienten und Familien zugute kommen.
Auf
dem 1. Deutschen Alzheimer Kongreß wurden
auch die Stuttgarter
Forderungen verabschiedet.
Dabei handelt es sich um ein ganzes Paket
an Forderungen, das Patienten, Betreuer und
behandelnde Ärzte in Bezug auf die Alzheimersche
Krankheit die Arbeit erleichtern soll. Darunter
fällt vor allem das Verlangen, in Deutschland
ein flächendeckendes Netz an Beratungs-
und Betreuungsgruppen zu schaffen. Aber auch
die Forderung, die Alzheimerforschung in Deutschland
in größerem Umfang öffentlich
zu unterstützen. Dies betreffe in ganz
besonderem Maß die bisher stark vernachlässigte
Versorgungsforschung.
Helmut
van Rinsum
Selbsthilfegruppen
für Patienten

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